Kobo Reader - Schnelltest

Ich habe neulich mal den Kobo Reader schnellgetestet. Es war der Versuch, dem Amazon Book-Publishing Monopol zu entkommen, und es sah vielversprechend aus.

Kobo Reader hört sich gut an, kann auch ePub Format lesen, hat eine gute Auswahl an Büchern(ich habe alles, was ich grad lesen will, da gefunden, wenn auch etwas teurer als bei Amazon) und wurde von Wired für gut befunden. Leider kommt das Gerät und das Konzept nicht mit dem Buchgiganten mit.

Die Pluspunkte aus meiner Sicht:

  • Kann eine wechselbare Speicherkarte benutzen
  • Kann ePub's lesen
  • Hat eine gute Buchauswahl

Leider überwiegen die Minuspunkte:

  • Gleich nach dem Auspacken sieht und fühlt man, dass das Gerät nicht annähernd so hübsch und smooth ist wie ein Kindle. Es wirkt irgendwie grob und plastikmäßig.
  • Das Gerät kann ohne Initialisierung, die '''nur mit einer Desktopsoftware''' funktioniert, nicht in Betrieb genommen werden. Die Software gibt's nicht für Linux, das ist für mich ein Killer. Ich frage mich, wie man auf so eine Idee kommen kann. Ich habe es trotzdem mal getestet.
  • Immer wenn man das USB Kabel abzieht, sagt das Gerät erst mal "Updating", und das ein paar Minuten lang
  • Usability, da blicke ich nicht durch. Der Homekey zum Beispiel geht zu einer Startseite, die mir irgendwelche Bücher anzeigt, nur nicht das von mir gekaufte
  • Nicht verwunderlich, trotzdem doof: das Gerät kann man nicht bei Amazon kaufen. Ich finde es aber fast immer nervig, wenn ich woanders was bestelle, weil kein Shop auch nur an den Amazon Service heranreicht
  • Das Enterprise 802.11n Wifi in meinem Hotel findet der Kobo gar nicht.

Also, alles in allem ist der Kobo so für mich schon fast völlig unbenutzbar. Ich finde das schade, denn wenn die Jungs haben einen großen Sympathievorsrpung, aber der hilft nicht, wenn die Sache so viele Haken hat. Für meine Reise zur DebConf nach Nicaragua habe ich einen Kindle Touch mitgenommen.